Tag der Arbeit – 1. Mai 2026: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Özay Tarim

von Özay Tarim ver.di Gewerkschaftssekretär

Tag der Arbeit 2026: Heraus zum 1. Mai!

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ – das ist unser Motto zum 1. Mai 2026. Und es ist aktueller denn je. Arbeitsplätze geraten unter Druck, Arbeitnehmerrechte und soziale Sicherheit werden infrage gestellt. Von uns wird erwartet, dass wir länger arbeiten, mehr leisten und gleichzeitig mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.

Die Realität sieht anders aus: Viele Arbeitgeber drücken sich vor ihrer Verantwortung. Tag für Tag erleben wir Angriffe auf hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte – auf den 8-Stunden-Tag, auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auf soziale Sicherheit. Und immer wieder hören wir die gleiche falsche Behauptung: Die Löhne seien zu hoch.

Damit ist jetzt Schluss.

Die Beschäftigten sind nicht das Problem – sie sind die Lösung. Gerade in der Luftsicherheitsbranche wird das jeden Tag deutlich. Ihr sorgt an den Verkehrsflughäfen für Sicherheit, für reibungslose Abläufe und dafür, dass Millionen Menschen sicher reisen können. Ihr haltet den Betrieb am Laufen – auch an Wochenenden und Feiertagen.

Und genau deshalb gilt: Wir lassen nicht zu, dass Profitinteressen über die Interessen von Beschäftigten gestellt werden.

Wir betteln nicht – wir fordern und kämpfen!

Gute Arbeitsbedingungen fallen aber nicht vom Himmel. Sie werden erkämpft. Und genau das zeigen die Beschäftigten in der Luftsicherheitsbranche sehr deutlich.

Nur durch Zusammenhalt, durch Organisation in der Gewerkschaft ver.di und durch konsequente Arbeitskämpfe ist es gelungen, in kurzer Zeit spürbare Verbesserungen durchzusetzen. Entgelterhöhungen von bis zu 19 Prozent und deutlich höhere Zuschläge sind kein Zufall – sie sind das Ergebnis von Solidarität und Stärke.

Davon profitieren vor allem die Kolleginnen und Kollegen, die sich organisiert haben. Tarifverträge sind der Schlüssel für bessere Arbeitsbedingungen – und sie zeigen ganz konkret, was möglich ist, wenn Beschäftigte gemeinsam auftreten.

Ein Beispiel dafür ist die Arbeit an Feiertagen:

Gerade an Tagen wie dem 1. Mai stehen viele Kolleginnen und Kollegen an den Flughäfen im Dienst. Während andere frei haben, sorgen sie für Sicherheit und einen funktionierenden Luftverkehr. Diese besondere Belastung wird anerkannt – weil wir es gemeinsam erkämpft und durchgesetzt haben.

Für die Arbeit an Feiertagen gibt es in der Luftsicherheitsbranche einen Lohnzuschlag von 125 Prozent.

Das gilt unter anderem für folgende Tage im Mai und Juni 2026:

  • Tag der Arbeit – 1. Mai 2026
  • Christi Himmelfahrt – 14.Mai 2026
  • Pfingstsonntag – 24. Mai 2026
  • Pfingstmontag – 25.Mai 2026
  • Fronleichnam – 4. Juni 2026

Heute ist der 1. Mai 2026 – der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir gratulieren allen Kolleginnen und Kollegen, die Tag für Tag an den Verkehrsflughäfen für Sicherheit und Wohlbefinden sorgen. Unsere Kämpfe für bessere Arbeitsbedingungen werden weitergehen.

Tarifverträge können aber nur erkämpft und verbessert werden, wenn die Gemeinschaft der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten weiter wächst.

Solidarität macht den Unterschied

Der 1. Mai ist mehr als ein Feiertag. Er ist ein Tag der Solidarität, ein Tag des Zusammenhalts und ein Tag, an dem wir deutlich machen: Ohne uns läuft nichts.

Was wir erreicht haben, haben wir gemeinsam erreicht. Und das ist auch der Weg für die Zukunft. Wer bessere Arbeitsbedingungen will, muss sich organisieren. Wer Respekt will, muss gemeinsam dafür eintreten. Wer Veränderungen will, braucht eine starke Gemeinschaft.

Gewerkschaft heißt nicht bitten – Gewerkschaft heißt handeln.

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Angriffe auf Arbeitnehmerrechte beantworten wir mit Stärke: Tarifverträge sichern und Tarifverträge schützen!