Entgelttarifrunde Luftsicherheit 2026
DAS NEUE ANGEBOT DER ARBEITGEBER
IST NICHT EINIGUNGSFÄHIG!
ver.di erwartet von den Arbeitgebern in den
Verhandlungen am 10.11.2026 ein verbessertes Angebot!
Die 3. Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) fand am 21. Oktober 2026 in Berlin statt. Die ver.di Bundestarifkommission Luftsicherheit (BTK) hat zu Beginn der Verhandlungen die Forderung nach Erhöhung der Entgelte um 4% ab 01.01.2027 und 4% ab 01.01.2028 erläutert: Die BTK sieht die Forderung bereits nah an einem möglichen Verhandlungsergebnis. Deshalb gibt es nur wenig Spielraum.
Mit einem Zugeständnis einer maximalen Laufzeit von 24 Monaten kommt ver.di den Arbeitgebern entgegen, um die geforderte Planungssicherheit der Unternehmen zu berücksichtigen. Nach der
Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 der führenden Forschungsinstitute ist im Jahr 2027 mit einer Preissteigerungsrate von 3,2% zu rechnen. Das bedeutet, dass die Entgelte bereits zu Beginn des Jahres 2027 stärker steigen müssen als die Preise voraussichtlich steigen werden. Dies steht im deutlichen Gegensatz zum bisherigen Vorschlag der Arbeitgeber, die Löhne 2027 um 1 % und 2028 um 1,5 % zu erhöhen. Deshalb forderte die BTK die Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, welches diese Entwicklung berücksichtigt. Die Arbeitgeber betonten erneut, dass die wirtschaftliche Situation für die Unternehmen schwierig sei und ihre Kunden erwarten würden, dass nun geringere Entgelterhöhungen vereinbart werden.
Neues Angebot für 24 Monate ist nicht ausreichend!
Nachdem ver.di ausführlich auf die gestiegenen Kosten für Mieten, Lebensmittel und Kraftstoffe hingewiesen und die damit verbundenen Belastungen für die Beschäftigten betont hatte, legten die Arbeitgeber nach internen Beratungen ein neues Angebot mit einer Laufzeit von 24 Monaten vor:
2% ab 1. Januar 2027
1,2% ab 1. Juli 2027
2% ab 1. Januar 2028
Die Tarifkommission hat das Angebot von insgesamt 5,2% als nicht ausreichend bewertet. Sowohl die Erhöhung am 1.01.2027 und auch die Erhöhung ab Januar 2028 sei zu niedrig. Es muss noch eine Schippe draufgelegt werden. Darüber hinaus hat sie die Angleichung des Entgelts der Entgeltgruppe (EG) II an die EG I angeregt und die Arbeitgeber aufgefordert auch in dieser Tarifrunde weitere Schritte der Angleichung zu vereinbaren. In den weiteren Verhandlungen haben die Arbeitgeber immer wieder argumentiert, dass ein höheres
Volumen für sie nur bei einer Laufzeit auf drei Jahre denkbar wäre. Eine derart lange Laufzeit lehnte die ver.di-BTK ab. Die Arbeitgeber teilten mit, dass sie sich in dieser Tarifrunde nicht vorstellen
könnten, dass einen weiteren Schritt zur Angleichung der Bezahlung der Beschäftigten in der EG II an die EG I zu gehen.
Die BTK hat die Arbeitgeber aufgefordert bei der nächsten Verhandlungsrunde ein verbessertes Angebot vorzulegen. Sollte dieses Angebot ausbleiben, müssen wir gemeinsam dem Arbeitgeber zeigen, dass wir bereit sind, aktiv für mehr Geld zu kämpfen.
Informiert euch über eure Rechte im Streik.
Diese Informationen bekommt Ihr bei eurer Gewerkschaft ver.di.
Mehr Lohn braucht mehr als gute Argumente. Es braucht euch!
