Bundestarifkommission
Entgelttarifrunde Luftsicherheit: 1% ab 2027? Nicht mit uns!
1 % mehr Entgelt für das kommende Jahr – das ist der Vorschlag der Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde der Luftsicherheit. Danach sollen gerade einmal 1,5 % im zweiten und 2 % im dritten Jahr folgen. Und dafür sollen wir uns gleich für drei Jahre festlegen.
Das reicht nicht. Denn während unser Lohn kaum steigen soll, wird unser Leben immer teurer.
Wer einkaufen geht, tankt oder seine Miete und Nebenkosten bezahlt, merkt es längst im eigenen Geldbeutel. Lebensmittel sind teurer geworden, die Kosten für Wohnen bleiben hoch und auch die Spritpreise sind zuletzt wieder deutlich gestiegen.
Die Arbeitgeber wollen uns trotzdem mit 1 % mehr für 2027 abspeisen.
Was heißt das eigentlich für uns?
Ganz einfach: Steigen die Preise stärker als unsere Löhne, können wir uns von unserem Geld weniger leisten.
Das nennt man Reallohnverlust.
Ein Beispiel: Steigt unser Lohn um 1 %, die Preise aber um 3 %, haben wir zwar auf dem Papier etwas mehr Geld. An der Supermarktkasse, an der Tankstelle oder bei der nächsten Rechnung merken wir davon aber nichts. Im Gegenteil: Unsere Kaufkraft sinkt.
Wir haben dann vielleicht mehr Euro auf der Abrechnung – aber weniger im Einkaufswagen.
Und genau das droht mit dem Vorschlag der Arbeitgeber.
Unsere Arbeit wird mehr wert – nicht weniger!
Wir sorgen jeden Tag für Sicherheit an den deutschen Flughäfen. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Beschäftigten und die Arbeitsverdichtung ist in vielen Bereichen längst spürbar.
Und darauf lautet die Antwort der Arbeitgeber:
1 % mehr für 2027?
Das passt nicht zusammen.
Wer jeden Tag Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Passagieren übernimmt, hat mehr verdient als eine Entgelterhöhung, die von steigenden Preisen wieder aufgefressen wird.
Deshalb wollen keinen Reallohnverlust
Unsere Antwort ist klar:
Die Lohnerhöhung muss über der Inflationsrate liegen und unsere Kaufkraft stärken!
Was das bedeutet, ist einfach: Liegt die Inflation beispielsweise bei 3 %, gleicht eine Lohnerhöhung von 3 % lediglich die gestiegenen Preise aus. Wir können uns davon real nicht mehr leisten als vorher.
Erst eine Lohnerhöhung oberhalb der Inflationsrate sorgt dafür, dass unsere Kaufkraft tatsächlich steigt und am Ende mehr im Einkaufswagen bleibt.
Deshalb wollen wir außerdem keine lange Laufzeit des Tarifvertrages, die uns über Jahre an zu niedrige Entgeltsteigerungen bindet.
Dabei geht es nicht um irgendeine Zahl auf dem Papier. Es geht darum, dass unsere Löhne mit den steigenden Preisen Schritt halten – und darüber hinaus real mehr übrigbleibt.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21. Oktober 2026 statt. Bis dahin werden wir den Arbeitgebern deutlich machen: Die Beschäftigten in der Luftsicherheit erwarten eine echte Entgelterhöhung und keinen Reallohnverlust.
1 % für 2027? Nicht mit uns!
